Deutscher Klimawettbewerb

Projekt "Energiesparen ist SMART" gewinnt Anerkennungspreis des Deutschen Klimawettbewerbes

Am 14. März wurde der Wettbewerb um den Deutschen Klimapreis der Allianz Umweltstiftung 2016 entschieden. Aus über 150 Beiträgen wählte die Wettbewerbsjury unter Vorsitz von Herrn Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung, die fünf Gewinner.

Dabei fiel es der Jury nicht leicht, aus den 20 Wettbewerbsbeiträgen, die es in die Endrunde geschafft hatten, die fünf Siegerprojekte zu ermitteln. Deshalb wurden auch in diesem Jahr neben den fünf Hauptgewinnen von jeweils 10.000 Euro zusätzlich 15 Anerkennungspreise von jeweils 1.000 Euro vergeben.

Unsere Schule zählt zum Kreis der Anerkennungspreisträger und hat damit 1.000 Euro gewonnen hat. Ausgezeichnet wird das eingereichte Projekt "Energiesparen ist smart".

Informationen zum Projekt:
Fenster auf? Runter mit der Heizung.
Niemand zu Hause? Alle Lichter aus.
Mit einem Smart-Home-System sparen die Bewohner Energie und das ganz automatisch.
Das Smart Home spielt in unserer Zeit eine immer größere Rolle! Es gibt viele Anbieter, die Gesamtpakete für den Haushalt anbieten, denn es gibt viele Vorteile eines Smart Homes. Wer in einem Smart Home lebt, erspart sich viele lästige Handgriffe: Die Geräte zur Automatisierung der Haustechnik schalten Heizung und die Beleuchtung aus, wenn niemand daheim ist. Sie kontrollieren, ob Fenster und Türen geschlossen sind, fahren die Rollläden herunter, wenn es dunkel wird, kontrollieren den Wetterbericht, damit man vor Unwetter gewarnt ist und vieles mehr.

Eine nette Spielerei?
Die Anbieter werben für ihre Systeme vor allem mit dem Gewinn an Komfort und Sicherheit. Dabei lässt sich der Nutzen der Steuerungstechnik ganz konkret beziffern: mit der Energieersparnis, die Smart-Home-Produkte bringen.

Trotzdem sind viele Menschen noch skeptisch, ob der Kauf eines Smart Homes eine sinnvolle Anschaffung ist.
Ist es sicher? Kann ich die Technik verstehen? Was passiert bei einem Defekt? Ist die Anschaffung eines teuren Smart Homes wirtschaftlich sinnvoll?-
Hier hat nun die Informatik AG der Mannlich Realschule Plus Zweibrücken angesetzt. Die AG hat einen Raspberry Pi 2 (Minicomputer zum Programmieren) zu einer Smart Home Zentrale programmiert und verleiht diesen an interessierte Wohnungsbesitzer.
Die selbstprogrammierte Smart Home Zentrale hat folgende Anwendungen:

Feuchtigkeits-/Temperatursensor:
Hier geht es um die Installation eines digitalen Temperatursensors gehen. Dieser misst nebenbei auch noch die Luftfeuchtigkeit, ist sehr günstig und die Inbetriebnahme ist ein Kinderspiel! In der Praxis lassen sich damit dann Heizungssteuerungen umsetzen (der Winter naht!). Eine Überwachung von Räumen zur Schimmelprävention ist auch möglich. Am Ende der Ausleihphase wird auch der Temperaturverlauf in übersichtlichen Diagrammen ausgewertet und ein Erklärung von uns beigefügt.

Kontrolle Tür- und Fensterkontakte:
Bei Verlassen der Wohnung wird eine Push Nachricht an das Smart Phone gesendet, wenn eine Tür/ ein Fenster noch offen ist.

Automatisierte Ereignisse wie Anwesenheitskontrolle:
Beispiel: Das Anschalten der Lampe ab 19:00 Uhr oder das Ausschalten aller Geräte beim Verlassen des Zimmers.
Heizung an, wenn Zimmer/Wohnung zu kalt / Aus wenn Fenster auf.
Wenn wir per Smartphone anwesend sind, wird die Heizung eingeschaltet und wir bekommen eine Push Info auf das Handy. Beim Verlassen der Wohnung reagiert die Heizungssteuerung auch und drosselt die Temperatur.
bestimmte Lampengruppen mit einer Taste steuern (Stimmungslicht)

Abruf Wetterbericht:
Wir fügen Wetterdaten aus dem Internet für die Außentemperatur ein und lassen uns warnen, wenn es sinnvoll ist, das Fenster zu schließen. Das ist, gerade im Sommer, ganz nützlich.Es gibt viele Standards, noch viel mehr Hersteller und wenn man sich für ein Gesamtsystem entschieden hat, ist man meist daran gebunden. Der Rasberry PI ermöglicht jede denkbare Erweiterbarkeit sowie die Funktionen seiner kleinen Zentrale selbst zu bestimmen. Das Smart Home kann auch von jedem Benutzer weiterentwickelt werden.

Ziel des Projektes:
Durch das Projekt sollen die Möglichkeiten eines Smart Homes gezeigt und so Energie gespart werden. Für die Schülerinnen und Schüler war natürlich der Weg das Ziel! Mehr an der Praxis kann Informatik, Umwelt, Wirtschaft und Verbraucherschutzunterricht nicht sein!