Chemie-Exkursion nach Völklingen 2015

Am 01.06.2015 und 03.06.2015 machten sich die 8. Klassen im Rahmen des Chemie-Unterrichts auf den Weg nach Völklingen, um dort das Weltkulturerbe "Alte Völklinger Hütte" zu besichtigen.
Der Ausflug bildete den Abschluss eines Unterrichtsprojektes, das mit den chemischen Vorgängen bei der Eisengewinnung im Hochofen und den zugehörigen Rohstoffen begonnen hatte.

Als Rohstoffe werden Eisenerz, Koks und Zuschläge eingesetzt. Da bei diesen Stoffen viel Staub anfällt, der in dieser Form wegen Explosionsgefahr nicht in den Hochofen gelangen darf, wurde er lange Zeit auf Halden abgelagert. In Völklingen fand man allerdings eine Lösung für diese Verschwendung von Rohstoffen:
Stäube von Erz, Koks und Zuschläge wurden zum sogenannten Sinter verbacken und konnten so im Hochofen verarbeitet werden.

In Völklingen wurde auch ein Schrägaufzug erfunden, mit dessen Hilfe die Rohstoffe auf die Gichtbühne zu den Öffnungen der Hochöfen transportiert wurden.

Einzigartig ist in Völklingen auch die Zahl der Hochöfen in einer Hütte - nämlich sechs an der Zahl!

Worauf die Völklinger Hütte ebenfalls stolz sein kann, ist die Gebläsehalle mit leistungsstarken und damals neuartigen Gasgebläsemaschinen.

Das alles und noch vieles mehr führte dazu, dass die Völklinger Hütte Weltkulturerbe wurde.

Zu verdanken hat die Stadt Völklingen das alles weitestgehend zwei Familien, die sich um die Hütte und ihre Mitarbeiter verdient gemacht haben: Familie Buch und Familie Röchling.
Neben der Hütte sind auch einige - heute teilweise noch existierende soziale Einrichtungen - entstanden, wie zum Beispiel ein Hüttenkrankenhaus, Schulen, Kindergärten, Milchküchen, Altenheime, aber auch Kirchen und der Bahnhof. Auch Wohnsiedlungen wurden teilweise mit Unterstützung durch die Hütte gebaut.