Parisfahrt WPF7/8 Französisch

Am Mittwoch, dem 30.05.2018, starteten die 7er und 8er „Franzosen“ gemeinsam mit Frau Krech und Herrn Wahl von Saarbrücken aus bei bestem Reisewetter mit dem ICE nach Paris.

Vorausgegangen war dieser Fahrt ein ganz schönes Durcheinander und unzählige Telefonate und Emails wegen den am Wochenende vor der Fahrt gestohlenen Fahrkarten. Lange sah es so aus, als dürfte die Reise nicht durchgeführt werden.

Schließlich konnte aber ein telefonischer Kontakt zu einer Mitarbeiterin der Deutschen Bahn in Berlin hergestellt werden, die alles daran setzte, dass unsere Schülerinnen und Schüler (SuS) mit den betreuenden Lehrkräften DOCH noch ihren (für die meisten) ersten Besuch in Frankreichs schöner Hauptstadt antreten durften.

An dieser Stelle bereits ein herzliches und großes Dankeschön an die Deutsche Bahn, die ja ansonsten oft gescholten wird!

Neben den beiden genannten Französischlehrkräften begleiteten auch unsere Sekretärin, Frau Evin-Russy, und Herr Meier die Parisfahrer. Beide hatten primär den Auftrag, die Fahrt fotografisch zu dokumentieren, was sie auch eifrig taten. Frau Evin-Russy hat sich übrigens extra frei genommen an dem Tag, um mitfahren zu können!

Die Fahrt mit dem ICE ab Saarbrücken war sehr angenehm. Schon nach 2 Stunden kamen wir gegen 10.00 Uhr in Paris an, der Zug fuhr zeitweise sogar 320 km/h schnell, ohne dass man im Zug sitzend etwas davon bemerkte. Das war bereits sehr beeindruckend.

Am Gare de l’Est angekommen besorgte Frau Krech sofort die notwendigen Metro-Tickets und Herr Wahl legte die kürzeste Metro-Route zum ersten Ziel, Sacre Coeur auf Montmartre fest.

Eine kurze Auffrischung der Sicherheitsbelehrung hinsichtlich etwaiger Wertgegenstände gab es noch für die SuS, dann ging es auch schon los. Vorbei an ersten Obdachlosen, die ihre Schlafstätten u.a. in der Metro und unter Brücken eingerichtet hatten, ging es zügigen Schrittes zum ersten Abfahrtsbahnhof.

Diszipliniert und zuverlässig schaffte es die Gruppe von etwa 30 Personen immer gemeinsam ein- und auszusteigen, was angesichts der kurzen Taktungen der Metrozüge keineswegs selbstverständlich ist!

Von einer nahegelegenen Metrostation aus war es nicht mehr weit zu der weltbekannten, einzigartigen weißen Kirche, über welche Frau Krech nach dem obligatorischen Gruppenfoto noch ein paar Hintergrundinformationen beisteuerte.

Die gesamte Gruppe ging hoch in die Nähe der Kirche, von wo aus man einen weiten Blick über die Großstadt hatte. Alle waren begeistert und „angekommen“ in Paris!

Ohne Zeitverlust ging es zurück zur nahegelegenen Metrostation (Anvers) und von der Station aus mit einmal umsteigen zur (Ile de la) Cité. Dort kamen wir genau am Marché des plants wieder ans Tageslicht und wählten sodann auch einen Fußweg durch diesen Blumenmarkt hindurch zum nächsten Ziel, nämlich Notre-Dame. Dort durften die SuS auf dem Vorplatz der Kathedrale Großstadtflair schnuppern, das Bauwerk bestaunen und ein wenig ausruhen. Viele Selfies und andere Fotos wurden gemacht, natürlich auch wieder ein Gruppenfoto – diesmal mit hochspringenden SuS (an der Synchronisation müssen wir noch arbeiten... J).

Auch den Point Zero auf dem Vorplatz entdeckten einige, der einst als zentraler Messpunkt Frankreichs diente und von wo aus das gesamte Land mittels Dreiecken vermessen worden war.

Weiter ging es zu Wasser. Auf einem sogenannten Bateaubus fuhren wir auf der Seine an vielen Bauwerken vorbei bis zur Anlegestelle am Eiffelturm. Bei diesem Traumwetter war die oberirdische Bootsfahrt die eindeutig bessere Wahl im Vergleich zur unterirdischen Metro.

Der Eiffelturm beeindruckte mit seiner monumentalen Größe viele SuS von allen Bauwerken am meisten, wie sie auf der Rückfahrt mehrheitlich sagten.

Auf der Brücke zwischen Trocadero und Eiffelturm entstand dann auch ein weiteres schönes Gruppenfoto MIT dem Eiffelturm, versteht sich...

Weiter ging es wieder mit dem Schiff und zwar in die Nähe des Louvre. Nach einem Fußweg durch die parkähnlichen Tuilerien erreichten wir den Innenbereich des Louvre durch einen kleinen Triumphbogen. Der Blick zurück durch diesen Bogen zeigte den Obelisk am Place de la Concord und den Arc de Triomphe. Zwischen dem Obelisk und dem Triumphbogen liegt die berühmte vielspurige Straße Champs Elysees, für deren Besuch wir leider keine Zeit mehr hatten.

Wir pausierten kurz an dem Brunnen bei der Glaspyramide des Louvre und gingen dann zu Fuß zur Opera und dem dahinter liegenden sehr sehenswerten Kaufhaus La Fayette. Dort durften die SuS eine gute Stunde lang die großen Kosmetik-Labels, sündhaft teure Armbanduhren und Schmuck und andere Besonderheiten bestaunen.

Auf der Dachterrasse, von wo aus man unter anderen das Dach der Opera, Sacre Coeur und den Eiffelturm sehen kann, genossen nicht wenige SuS das Wetter und saßen gemütlich auf dem Holzboden zusammen.

Schließlich ging es zu Fuß und mit der Metro zurück zum Gare de l’Est, wo wir gegen 19.00 Uhr den ICE bestiegen und nach Saarbrücken zurückfuhren. In beiden Zügen war der jeweils verantwortliche Zugbegleiter vorab informiert worden und wusste von unserer „Sondersituation“, weshalb ausnahmsweise unsere Kopien der Fahrkarten jeweils akzeptiert wurden.

Wir kamen etwas später als geplant an, weil in Forbach noch ca. 100 Fahrgäste aufgenommen werden mussten.

Es war eine abwechslungsreiche und beeindruckende Fahrt.

Ein besonderes Dankeschön an die Organisatoren, Frau Krech und Herrn Wahl, die souverän und angenehm gelassen jederzeit alles im Griff hatten und auch an Frau Evin-Russy, die eine wertvolle Unterstützung war und tolle Fotos beigesteuert hat. Auch den Schülerinnen und Schülern bzw. deren Eltern (!) sei gedankt, weil diese sich alle einwandfrei zu benehmen wussten und entsprechende Hinweise sofort annahmen und umsetzten. Mit solchen Kindern kann man getrost auch durchaus gewagtere Fahrten - wie diese nach Paris durchaus eine war - unternehmen!

Abschließend noch einmal auch der Dank an die beiden Damen von der Deutschen Bahn in Berlin und in Köln, welche die Weichen für unsere Gruppe so gestellt haben, dass wir nach dem Diebstahl unserer Fahrkarten überhaupt noch fahren durften!

MM