Schulung durch Frau Alff

Ruanda - Politik, Wirtschaft, die gesellschaftliche Position von Frauen in Ruanda und Entwicklungszusammenarbeit

Frau Alff hat es bei ihrem Besuch am 4. und 5. November, als Referentin zu den oben genannten Themen, geschafft, dass die Tatsache, dass es unterschiedliche Vorkenntnisse innerhalb der Gruppe gab - aufgrund des unterschiedlichen Alters - völlig an Bedeutung verlor. Im Rahmen ihrer Präsentation strahlte sie eine unglaubliche Energie aus, sie brannte für die Sache, gestaltete ihre Präsentation lebendig, greifbar, anschaulich, kurzweilig und sehr informativ. Es wurde deutlich, dass nicht die Vermittlung von Fakten und Wissen im Vordergrund stand, sondern eine echte Begegnung mit Menschen.

Diese Form der Präsentation bedingte ein intuitives und offenes Lernen, welches den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft abverlangte, sich auf etwas Neues einzulassen. Und dies gelang ihr vollkommen. Sie entfachte in der Gruppe durch viele eigene und sehr detaillierte Materialien ein Feuer und lies die Schüler autark arbeiten, was auch die Emanzipation in der Gruppe stark förderte. Sie kommentierte die Schülerarbeiten durch konstruktive Kritik, es wurden durch die Schülerinnen und Schüler regelrechte Expertisen erstellt und durch unterschiedlichste Präsentationsformen dargeboten.

Auch das gemeinsame Kochen und Essen, welches von Frau Alff vorgeschlagen und initiiert worden war, trug zum Gemeinschaftsgefühl außerordentlich bei. Das gemeinsame Zubereiten der ruandischen Rezepte, die gemeinsame Tischkultur und die gemeinsame Übernachtung wirkten verbindend und waren ein wichtiger Baustein für den Gruppenzusammenhalt. Das Bedeutendste, was Frau Alff während ihrer zwei Tage allerdings gelang, war, dass die Schülerinnen und Schüler zu einer wichtigen Einsicht gekommen sind: „Wir werden von den Menschen in Ruanda wahrscheinlich mehr lernen als die von uns!“ Mal sehen, wie die einzelnen Teilnehmer nach der Ruandafahrt denken werden. So oder so kam Frau Alff als Typ Mensch sehr authentisch bei der Gruppe an und sorgte durch Hingabe bei ihrer Arbeit für sehr viel Abwechslung und großes Interesse bei der Gruppe, wovon jeder Einzelne, über die Fahrt nach Ruanda hinaus, stark profitieren wird. Dafür ein dickes Dankschön an Sie, liebe Frau Alff.

Frau Alff zu Besuch als Referentin an der Mannlich-Realschule Zweibrücken

Am Freitag und Samstag den 4. und 5. November 2016 besuchte uns Frau Alff an der Mannlich- Realschule Plus in Zweibrücken, um uns, einer 18-köpfigen Gruppe, die sich im Februar 2017 auf den langen Weg von Deutschland nach Ruanda machen wird, auf diese Fahrt vorzubereiten. Die Gruppe besteht aus 15 Schülerinnen und Schülern, sowie zwei begleitenden Lehrern und einer Lehrerin.

Am frühen Freitagnachmittag erklärte uns Frau Alff, dass Ruanda anders sei als viele andere afrikanische Länder, denn sie selbst war schon in vielen Ländern Afrikas unterwegs und im Einsatz und hat so schon viele Erfahrungen gesammelt. So erzählte sie uns, dass Ruanda – im Gegensatz zu anderen afrikanischen, aber auch nicht afrikanischen Ländern - sehr sauber und ordentlich sei. In Ruanda seien Plastiktüten mittlerweile verboten, was viele von uns sehr erstaunte, jedoch bei allen von uns sehr schnell auf Zustimmung traf. Es stellte sich sehr schnell die Frage, warum es so eine Regelung in Deutschland nicht auch gibt. Wir haben dazu auch einen kurzen Pressefilm gesehen.

Sie sagte uns auch, dass viele Ruander selbstgebaute Roller aus Holz besitzen, mit denen sie ihre Ernte zu Märkten fahren. Die Lasten, die ein solcher Roller tragen muss, betragen meist mehrere hundert Kilo. Wir konnten dies in einer von ihr aufgezeichneten Reportage nachvollziehen und waren erstaunt über die Effizienz dieses einfachsten Transportmittels und der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung, die es für einen Besitzer hat.

Außerdem erzählte sie, dass Ruanda sehr darauf achte, dass es keine Korruption gibt. Auch das ist sehr außergewöhnlich für Afrika, da in vielen Staaten enorm viel Korruption herrscht. Sie konnte das beeindruckend belegen, da sie schon einmal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wohnung des Präsidenten untergebracht war und die Einfachheit des Regierungssitzes, sowie das bescheidene Leben des Präsidenten direkt gesehen hat.

Im Anschluss bildeten wir drei Gruppen und erarbeiten die Themen: „Wirtschaft Ruandas“, Politik und Menschenrechte“ und „Frauen auf dem Vormarsch“ zu Präsentationen, die wir als Gruppe am nächsten Morgen den anderen vortragen wollten.
Nach der anfänglich doch etwas schwierigeren Aufgabe der Gruppeneinteilung, ging es ans Arbeiten, was uns innerhalb der verschiedenen Gruppen viel Spaß gemacht hat.

Nach und nach wurden die einzelnen Gruppen fertig und man machte sich daran, das gemeinsame Essen zuzubereiten. Auf dem Speiseplan standen zwei ruandische Gerichte nach original ruandischem Rezept. Nach dem gemeinsamen Abendessen mit Frau Alff verabschiedete sie sich von uns und wünschte uns eine angenehme Nacht.

Danach mussten wir unser Nachtlager in der benachbarten Turnhalle aufbauen und gingen erst später schlafen. Nach einer kurzen Nacht mit „sanftem“ Wecken gab es ein gemeinsames Frühstück, auch wieder mit Frau Alff, die allerdings in dieser Nacht bei einer Lehrerin unserer Schule übernachtet hatte.

Nach einem stärkenden Frühstück ging es in die Endphase unseres gemeinsamen Wochenendes mit Frau Alff. Nun trug jede Gruppe ihren Themenbereich vor und es wurde sowohl intern als auch mit den anderen Gruppen viel diskutiert und viele Ideen mit eingebracht. Die ganze Präsentation haben wir aufgezeichnet, um sie an unserem Weihnachtsbasar mit „Tag der offenen Tür“ im Rahmen der Vorstellung unseres Projektes mit präsentieren zu können.

Als letzten Punkt zeigte uns Frau Alff Bilder aus Ruanda, die sie unter anderem selbst fotografiert hatte, um uns auf die Zeit in Ruanda und das Land einzustimmen und um uns zu zeigen, was uns in Ruanda alles erwartet. Frau Alff verabschiedete sich später von uns und wünschte uns einen eindrucksvollen und ereignisreichen Aufenthalt in Ruanda 2017. Wir verabschiedeten uns ebenso von Frau Alff und dankten ihr für die vielen neuen Informationen und Eindrücke, die wir in den letzten beiden Tagen von ihr bekommen hatten.